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NBG-Präsident: wirtschaftliche Erholung könnte im letzten Quartal 2020 einsetzen

by David Hufschmidt

Herr Koba Gvenetadze, Präsident der georgischen Nationalbank (NBG), erwartet, dass eine wirtschaftliche Erholung in Georgien im letzten Quartal 2020 stattfinden könnte.

Laut Gvenetadze, werden derzeit drei Möglichkeiten zur Überwindung finanzieller Herausforderungen in Betracht gezogen. Erstens wird die Aufstockung des IWF-Programms (Extended Fund Facility, läuft im April 2021 aus) etwa die Hälfte des Defizits schließen können.

Als zweites Instrument wurde die teilweise Verwendung von Mitteln des Zentralhaushalts erklärt, so Gvenetadze. Ende 2019 konnten erhebliche Beträge eingefahren werden, welche nun zum Teil zur Verfügung gestellt werden. Als dritten Ansatzpunkt nannte er die Unterstützung von Gebern und ausländischen Direktinvestitionen.

In Bezug auf den Wechselkurs gab Gvenetadze an, dass „mit Einstellung des Tourismus das Risiko einer Verringerung der Devisenzuflüsse eingetreten ist“, was zu einer Abwertung der einheimischen Währung führte (seit Anfang März um 14,5%). Die psychologische Obergrenze von 3 GEL/USD wurde überschritten, was „einen kurzen Ansturm auf die Wechselstuben verursachte, der sich jedoch seitdem beruhigt hat”, stellte er zugleich fest.

Zu beachten ist, dass tagesaktuell (25. März) der Lari gegenüber dem US-Dollar um 12 Tetri abgewertet wurde und der offizielle Wechselkurz gemäß NBG 3,4494 GEL/USD beträgt.

Mit dem Ziel, den Geldmarkt zu unterstützen, kündigte NBG an, am 25. März erneut 40 Millionen US-Dollar auf einer Währungsauktion zu verkaufen. Im März führte NBG bereits zwei Interventionen durch, die insgesamt 60 Millionen US-Dollar veräußerten. Die Nationalbank ist bereit, auch künftig die Interventionen fortzusetzen, wenn die Situation dies erfordert. Andererseits stellte Gvenetadze fest, dass die Abwertung weniger besorgniserregend sei, da gleichzeitig auch die Währungen aller Handelspartner Georgiens abgewertet würden. Somit sei der Einfluss auf die Gesamtinflation geringer, als die Abwertung im Juni 2019, welche auf eine interne Instabilität zurückzuführen ist.

„Das georgische Finanzsystem war gut auf wirtschaftliche Herausforderungen vorbereitet und der Bankensektor ist weiterhin stabil“, erklärte der NBG-Präsident und wies darauf hin, dass dies eine Grundlage dafür sei, dass sich die georgische Wirtschaft nach dem Schock schnell erholen und zur Normalität zurückkehren wird.

Information Sarke Agency, 25. März, 2020

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